Vorlesungsverzeichnis Universität Basel
Beginnend mit dem Herbstsemester 2020 findet die bisher an der ETH angesiedelte Schreibarbeit als Veranstaltung des Europainstituts der Universität Basel im Literaturhaus Basel statt.
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Vorlesungsverzeichnis Universität Basel
Beginnend mit dem Herbstsemester 2020 findet die bisher an der ETH angesiedelte Schreibarbeit als Veranstaltung des Europainstituts der Universität Basel im Literaturhaus Basel statt.
18. Salon der Buchhandlung Labyrinth, Basel, 9.9.20
Achtung: Die Diskussionsveranstaltung vom 13. Mai, Mittwoch 19:30 fällt aus bekannten Umständen leider aus. Hier folgt zumindest das Programm.
Schreibarbeit – mit Michael Fehr, Friederike Kretzen und Adolf Muschg
Über bald fünf Jahrzehnte konnte die «Schreibarbeit» an der ETH Zürich die Texte vieler Schreibender so offen wie möglich befragen, betrachten und weiterentwickeln. Teilnehmen konnten Mitarbeiter*innen aller Bereiche der ETH, aber auch Autorinnen und Autoren, Laien, Literaturbegeisterte. Die Schreibarbeit, von Adolf Muschg in seiner Zeit als Professor an der ETH begründet, und seit 1996 von Friederike Kretzen fortgesetzt, wird nun vom Lehrplan genommen. Im Literaturhaus werden Friederike Kretzen, Adolf Muschg und der Autor Michael Fehr erzählen, was für eine Arbeit das war, und wie aus dem Abschied von ihr das Neue entstehen kann. «Denn was bleibt, ist die Unausdenkbarkeit all dessen, was wir zu sagen, zu schreiben, zu wünschen haben.» (Friederike Kretzen)
Moderation: Sandro Zanetti
Eintritt: CHF 20.-/14.-, für Mitglieder der MUG 12.-
Büchertisch: Buchhandlung Hirslanden
Essay „Die Wirkung der Botenstoffe“
zu Jörg Steiners „Kartenpost“
Biel 19./20. Januar 2018
Elenore Frey stellt die Schule der Indienfahrer in der Libération als ihre liebste Lektüre des Jahres 2017 vor.
Michael Disqué, Roman Ehrlich und Friederike Kretzen reden über ihre Bücher: «Das Theater des Krieges» und «Schule der Indienfahrer» geben das Thema vor.
Das Land, um das es an diesem Abend gehen soll, heisst Afghanistan.
Disqué, Ehrlich, Kretzen / Freitag, 16.3.18 19:30 weiterlesen
Warum das Glück der Artisten ein ratloses ist und wie wir es lernen können.
Seit Alexander Kluges Film „Die Artisten in der Zirkuskuppel; ratlos“ sind Artisten ratlos und zwar, weil sie Artisten sind. Es heisst im Film, dass sie als Artisten nur so tun, als könnten sie fliegen. Während sie im wirklichen Leben natürlich fliegen können.
In diesem Widerspruch zweier Vermögen hält sich die ganze schöne widersprüchliche Spannung von Leben und Kunst auf, die wir nicht reduzieren können, nur immer wieder durchqueren und vermehren.
So können wir im wirklichen Leben zwar schreiben, aber als Schriftsteller und Schriftstellerinnen ist es ja oft genug so, dass wir, was wir an Schreibfähigkeiten haben, vergessen müssen, um an die uns eigene Sprache, ihre Dringlichkeit und Genauigkeit heranzukommen.
Schreiben also können wir, aber können wir auch so tun, als schrieben wir? Was brauchen wir dafür, was sorgt für den guten Wind unter unseren Schreibschwingen?
Ratlosigkeit ist eine geeignete Form des Innehaltens und Zögerns, um der ganzen grossen Beweislosigkeit von Literatur zu begegnen, ungewiss, wofür sie gut sein soll. Kein Text kann beweisen, was er sagt, noch, dass es sich lohnt, es zu sagen.
Wem das klar sein kann, dem hilft der Himmel. Denn Literatur führt uns auf das gefährliche Terrain dessen, was nicht ratlos, sondern womöglich schön ist. So dass wir, wenn wir glauben, nicht weiter zu kommen, froh sein sollten, immerhin schon ratlos zu sein.
Ich möchte in diesem Seminar mit Ihnen zusammen auf die Suche nach dem Ungesicherten der Wörter gehen und ein paar Übungen zur Ratlosigkeit versuchen. Dabei sollen Texte von Virginia Woolf, David Foster Wallace, Alexander Kluge und Gilles Deleuze gelesen und weitergeführt werden. Vielleicht schaffen wir es ja, uns durch die Manege bis ins Freie auf das Zirkusdach hochzuarbeiten.






