Besprechung von Daniel Rothenbühler / viceversa 26.6.17
A Collective Chronicle of Thoughts and Observations
Vom 19. – 25.6.17 hat Friederike Kretzen die Wochenchronik für das Forum Freies Theater FFT Düsseldorf verfasst.
Im Gespräch zu Company
In der Reihe der Salongespräche der Buchhandlung Labyrinth unterhalten sich Friederike Kretzen & Elsbeth Dangel-Pelloquin zu Becketts Stück Company.
BECKETT from hyper video on Vimeo.
Kritik Deutschlandfunk BÜCHERMARKT, 09.6.17
Von Dorothea Dieckmann
Dieckmann: Die bedeutendsten Neuerscheinungen finden sich oft am Rand des Buchmarkts, wo seit jeher die meisten Schätze gehoben werden. So ein randständiger Ort ist der Stroemfeld Verlag, der Hölderlin, Kleist, Keller und Kafka neu ediert hat, und so ein Buch ist Friederike Kretzens „Schule der Indienfahrer“. In 27 Lektionen zieht es den Leser in ein Delirium hinein, für das der Name, der Kontinent Indien steht: das verfehlte mythische Ziel des Ur-Kolonialisten Kolumbus, das Morgenland der drei Könige und der Hippies, das Jenseits der zu Tode beschriebenen und beschlossenen europäischen Geschichte. Wer aber sind die Indienfahrer, die Reisenden auf der Gegenroute des Go West, was treibt sie an? Kritik Deutschlandfunk BÜCHERMARKT, 09.6.17 weiterlesen
On the road again! BAZ 16.5.17
Von Christine Richard
Vielleicht sind wir alle in gewisser Weise Gespenster. Vielleicht ist das, was wir heute sind, nur ein Schatten von dem, was wir in unserer Jugend waren: vielseitig interessierte, abenteuerlustige Menschen, zärtlich, politisch tollkühn und sehnsüchtig nach einer Zukunft, die mehr ist als nur eine Verlängerung des Wohlstandschlafes.
Lesung und Diskussion Literaturhaus Basel, 3.5.17
Schule der Indienfahrer, Literaturhaus Basel, 3. 5.17
Friederike Kretzens Schule der Indienfahrer ist keine Sonntagsschule, auch kein Kindergarten, überhaupt keine Schule für Kinder. Es ist eine Schule für solche, die Kinder werden wollen. Man muss dazu bereits einiges Gepäck mitbringen. Man muss ein gewisses Alter und vorallem die Erfahrung des Alterns haben, um das Kind zu werden, das man noch gar nie war, nicht einmal damals, als man es war. In der Schule der Indienfahrer gilt es zur Unreife zu reifen. Oder: ein «altes Kind» zu werden. Schule der Indienfahrer, Literaturhaus Basel, 3. 5.17 weiterlesen
Salon im Labyrinth zu «Madrigal» von H.D. (Hilda Doolittle)
Am sechsten Abend unserer Reihe sprachen Friederike Kretzen und Annette Hug zu «Madrigal» von H.D. (Hilda Doolittle).
Hinter dem „Salon im Labyrinth“ stehen Annette Hug, Friederike Kretzen, Elsbeth Dangel-Pelloquin, Ralf Neubauer und Lukas Gloor. Die Reihe stellt das Sprechen zu Büchern ins Zentrum – egal wie alt, wie vergessen, wie aktuell diese sein mögen.
Link zum Gespräch: Salon_Labyrinth_081216.m4a
Salon im Labyrinth zu «Madrigal» von H.D. (Hilda Doolittle) weiterlesen
Was fehlt und wie davon schreiben?
Ausschreibung zur Sommerakademie Schrobenhausen 2017
Vom unsagbaren Leben.
Wann haben Ärzte aufgehört, ihre Patienten mit der Frage zu empfangen: Was fehlt Ihnen? Als wäre Kranksein etwas, das
einem fehlt, bzw. etwas, das macht, dass einem etwas fehlt.
Vielleicht fehlt uns heute diese Frage, vielleicht wäre sie
eine sanfte Form von Medizin. Zumindest wären wir nicht so
verantwortlich für unsere Befindlichkeiten, denn da ist etwas
in uns, das uns fehlt. Dem zu antworten wäre eine andere
Möglichkeit von Verantwortung. An der möchte ich gerne in
diesem Seminar arbeiten. Und gemeinsam mit Ihnen in kleinen,
abbrechenden, fragmentarischen Niederschriften, mit stockendem
Herzen, in winzigen Annäherungen versuchen, dem zu antworten,
das nicht aufgehört hat, zu uns vom Fehlen zu sprechen.