Schreib-Projekt, Zürich, Schule für Gestaltung, Filmklasse 13.4. – 15.4.1993
Was geschieht, wenn wir Gesehenes, Gehörtes in Sprache zu fassen und in Schrift zu fixieren versuchen? Welche Bilder, welche Vorstellungen sind mit dem Schreiben verbunden und engen unseren Blick und unsere Umgangsweise ein, ohne dass wir es wissen? Wie verhält sich unsere Zielvorstellung von dem, was wir schreiben wollen, zu dem, was Schreiben überhaupt zu leisten vermag? Welche Idee von Realität und zielgerichtetem Verhalten liegt unserem Verständnis von Schreiben, Sprache und ihrem Gegenstand zugrunde?Wird dadurch die Erfahrung von Sprache als Wirklichkeit nicht eher verunmöglicht? Und mit Sprache als Wirklichkeit meine ich die unerbittliche Dimension von Sprache, die mit einfachem Willen und Konzepten nicht zu erwischen ist,-möglicherweise jedoch mit einem kleinen, zufälligen Blick beiseite. Schreiben wir für die Katz, für Hollywood? weiterlesen →