Kategorie-Archiv: Kollaborationen

Handbuch der Ratlosigkeit

37 Einträge, herausgegeben von Elfriede Czurda, Friederike Kretzen und Suzann-Viola Renninger

Mit Texten von Jochen A. Bär, Anton Bruhin, Ann Cotten, Franz Josef Czernin, Elfriede Czurda, Dorothea Dieckmann, Franz Dodel, Oswald Egger, Dorothee Elmiger, Elke Erb, Michael Fehr, Eleonore Frey, Hans-Jost Frey, Zsuzsanna Gahse, Bodo Hell, Norbert Hummelt, Felix Philipp Ingold, Hanna Johansen, Barbara Köhler, Margret Kreidl, Friederike Kretzen, Ludger Lütkehaus, Klaus Merz, Walter Morgenthaler, Erica Pedretti, Sabine Peters, Suzann-Viola Renninger, Beat Schläpfer, Hannes Schüpbach, Farhad Showghi, Christian Steinbacher, Yoko Tawada, Christina Viragh, Peter Waterhouse, Uwe Wirth, Sandro Zanetti, Martin Zingg

War es nicht eben noch so einfach? Wo ist nur die Ordnung geblieben? Doch welche Ordnung war da gleich? Guter Rat ist teuer, die Ratlosigkeit gross. 37 Autorinnen und Autoren ergreifen die Flucht nach vorn, stürzen sich mit Lust in die Unordnung, ins Unbekannte, Unbenannte. Sie jonglieren mit Borges’ «Chinesischer Enzyklopädie», vertiefen sich in «Begriffe, die von weitem wie Fliegen aussehen», in «herrenlose Muster» und in «Wörter, die dem Autor gehören», überschreiben die alte Enzyklopädie «mit einem ganz kleinen Pinsel aus Kamelhaar» zu einem Palimpsest jener Ordnung, die in unseren Augen keine ist, sondern nur auf den grossen Zusammenhang verzichtet.
Wer sich auf «Das Handbuch der Ratlosigkeit» einlässt, begibt sich in «zusammenkrachende Möglichkeitsräume». Denn «hier schwankts» – wie in der Restwelt auch.

Laboratorium: Gegenwart schreiben | Erstes Treffen

Vom 8. bis 10. September 2006 findet im L’arc Romainmotier das erste Treffen eines von Friederike Kretzen initiierten Laboratoriums von Autorinnen und Autoren statt. Idee und Konzept des Laboratoriums ist eine Standortbeschreibung gegenwärtigen literarischen Arbeitens mit den Mitteln der Literatur. Das Labratorium bietet Anlass und Rahmen des Reflektierens und Forschens von Schriftstellerinnen und Schriftstellern mit, an und durch das Material ihrer Arbeit, der Sprache. Laboratorium: Gegenwart schreiben | Erstes Treffen weiterlesen

Laboratorium: Gegenwart schreiben | Einladung an die KollegInnen

Das Laboratorium möchte einen internen Forschungsraum ermöglichen, in dem vor den wie auch immer projizierten Anforderungen einer phantomatischen Öffentlichkeit eine gewisse Ruhe und Schonung für Austausch und Verständigung mit und durch unsere Arbeit gewährleistet werden kann.
Die Idee zu einem Laboratorium reagiert auf das Verschwinden von Schutz- und Absonderungsräumen innerhalb des Literaturbetriebs im engeren Sinne und versucht, gegen den Vereinnahmungsdruck von Markt und Medien die Bedeutung spezifisch literarischer Verfahren des Denkens und Zusammenfügens sichtbar zu machen. Das kann Literatur allerdings nur als Literatur, und eben nicht durch Ausweichen in Gebiete der Kulturwissenschaften und/oder der von den Medien angebotenen Verkündigungspositionen für Gross- und Kleindeuter. Laboratorium: Gegenwart schreiben | Einladung an die KollegInnen weiterlesen

Bericht WEISSE SEITEN Treffen vom 11./12.12.09 in Romainmôtier

Nach langen Ãœberlegungen, wie der Bericht über das erste Treffen der WEISSEN SEITEN so zu schreiben sein könnte, dass sich in ihm etwas von der Erfahrung, die wir bei unserem Treffen machen konnten, vermittelte, fiel mir die Arbeit von Hiroshi Sugimoto, die er THEATERS nennt, ein.
Er fotografierte in den glamourösen amerikanischen Lichtspieltheatern der 30er Jahre und in den Autokinos der 50er Jahre jeweils ganze Filme. Die Belichtungszeit dauerte so lange wie der Film. Dabei zogen tausende Einzelbilder vorbei und schwärzten das Negativ. Im Abzug erscheint dann die Filmleinwand als strahlende weisse Seite, die den Raum illuminiert.
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Überlegungen zu dem Projekt: WEISSE SEITEN im L’Arc Romainmotier 11./12.12.09

1. Künstler, Intellektuelle, Kulturvermittler arbeiten am Imaginären der Kultur. Wie ist es um diese Arbeit bestellt? Und natürlich schliesst das die Frage ein, wie ist es um das kulturelle Imaginäre bestellt, in welchem Zustand ist es und wie äussert es sich? Diese Fragen lassen sich nur als Auseinandersetzung, als Arbeit des Fragens und der Fragen beantworten, bzw. bewegen. Unser geplantes Zusammentreffen in Romainmotier möchte sich dieser Arbeit annehmen.
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