Kategorie-Archiv: Ausschreibungen

Veranstaltungen an der HGKZ zwischen 1997-2005

Sprachtiere und andere

Ausschreibung Theoriepool SS 1999, HGKZ

Tiere sind unsere älteren Brüder, schreibt Herder. Und wohl auch unsere älteren Schwestern. Was aber machen wir mit dieser Verwandtschaft, und was macht diese Verwandtschaft mit uns? Canetti sagt, dass die Formen des Denkens und die Formen der Tiere miteinander verbunden sind. Und umgekehrt. Was bedeutet, dass die Verwandtschaft von Tieren und Menschen als eine des Denkens wahrgenommen werden kann. Sprachtiere und andere weiterlesen

Anfangen

Theoriekurs SS 2000 HGKZ

Aller Anfang sei schwer, heisst es. Das Ende etwa nicht? Aber wir wollen ja zunächst einmal anfangen. Und passend zum angefangenen Jahrtausend. Denn es heisst vom Anfang ja auch, dass ihm ein Zauber eigen sei. Nun ja, wir haben alle einmal klein angefangen. Doch ist es mit dem Anfangen damit schon am Ende? Wissen wir, wann wir anfangen? Und was wissen wir davon. Braucht ein Anfang ein Ende? Ist es also immer schon geschehen? Anfangen weiterlesen

Was ist wirklich?

Ausschreibung HGKKZ SS 05

Was ist wirklich und was wäre dessen Gegenteil? Schnell lassen wir uns hinreissen zu sagen, das ist doch gar nicht wirklich. Dem nicht Wirklichen haftet der Verdacht des Unwahren, des nicht Nachvollziehbaren an. Aber kann nicht auch das Gefühl von Unwirklichkeit wirklich sein, und was bedeutet das dann für das Gefühl? Oder gibt es zum Beispiel unwirkliche Wörter im Unterschied zu wirklichen? Was ist wirklich? weiterlesen

Weisen des Erinnerns / Schreibweisen

Theoriewoche 11.9.- 15.9.95 HGKZ

Was geschieht, wenn wir uns erinnern? Was tritt da auf die Bühne und in welche Kulisse hinein? Von wo kommt das Licht, in dem die Erinnerung ihren Auftritt nimmt? Was spielt die Erinnerung, an was erinnert sie uns? Ja, uns, die wir uns erinnern? Sitzen wir im Souffleurkasten, im Zuschauerraum, oder haben wir das Theater bereits wieder verlassen, in dem die Erinnerung auf anderes anspielt? Weisen des Erinnerns / Schreibweisen weiterlesen

Geschichte der Empfindlichkeit / Ausschreibung SS04

Sei nicht so empfindlich. Wer kennt sie nicht, diese Ermahnung. Und implizit ist es immer eine Ermahnung zum Vernünftigsein. Scheint so, dass im alltäglichen Wortgebrauch Empfindlichkeit und Vernünftigkeit nicht lange Hand in Hand gehen können, bald schon müssen sie sich voneinander lossagen, ja, geradezu einander abschwören. Warum heisst es so gut wie nie: Sei jetzt bitte einmal äusserst empfindlich? Stellen wir uns einen Politiker vor, der sagt, ich bitte um äusserste Empfindlichkeit? Und was würde geschehen, wenn gar eine Politikerin das sagen würde? Geschichte der Empfindlichkeit / Ausschreibung SS04 weiterlesen