Schreib-Projekt, Zürich, Schule für Gestaltung, Filmklasse 13.4. - 15.4.1993
Was geschieht, wenn wir Gesehenes, Gehörtes in Sprache zu fassen und in Schrift zu fixieren versuchen? Welche Bilder, welche Vorstellungen sind mit dem Schreiben verbunden und engen unseren Blick und unsere Umgangsweise ein, ohne daß wir es wissen? Wie verhält sich unsere Zielvorstellung von dem, was wir schreiben wollen, zu dem, was Schreiben überhaupt zu leisten vermag? Welche Idee von Realität und zielgerichtetem Verhalten liegt unserem Verständnis von Schreiben, Sprache und ihrem Gegenstand zugrunde?Wird dadurch die Erfahrung von Sprache als Wirklichkeit nicht eher verunmöglicht? Und mit Sprache als Wirklichkeit meine ich die unerbittliche Dimension von Sprache, die mit einfachem Willen und Konzepten nicht zu erwischen ist,-möglicherweise jedoch mit einem kleinen, zufälligen Blick beiseite. (more…)
Projektwoche vom 28.2. bis 4.3. 94 , Schule für Gestaltung, Zürich Abteilung Film.
Was ist ein Raum? Kann man von Räumen träumen? Und über sie schreiben? Ist Sprache ein Raum, viele Räume, und wenn ja, was sind dann die Räume, in denen wir auf und ab gehen, stehenbleiben, uns umsehen? (more…)
Studienbereich Theorie, HGKZ, Mai 1996
Nennen wir die Veranstaltung ruhig Schreibwerkstatt. In der wir, wie es sich für eine Werkstatt gehört, das Handwerkszeug des Schreibens ein wenig putzen, ölen, und sortieren wollen.
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Studienbereich Theorie, HGKZ Literatur, Mai 1996
“Warum sich in Wörtern totstellen?”fragt Rolf Dieter Brinkmann in seinem Reise Zeit Magazin “Erkundungen für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand”. Und da er es nicht tun will und sich wehrt, indem er schreibt, auch da, wo er, wie er schreibt “keine Wörter mehr” hat, gelingt ihm eine Zustandsbeschreibung der ihn umgebenden und durchdringenden Kultur. Allerdings ist diese Zustandsbeschreibung keine Beschreibung, sondern eben dieser Zustand, in dem die westdeutsche Nachkriegskultur als eine “Kultur, die auf undurchschauten Tierversteinerungen beruht” deutlich wird. Und zwar so deutlich, daß wir uns beim Lesen als Teil dieser Versteinerungen und als Tier empfinden. (more…)
Theoriepool Kultur und Gesellschaft,
Grundlagenangebot, HGKZ Februar 1997
Im Sprichwörterbuch gibt es zu einfach nur einen Eintrag: “Einfach, aber niedlich, sagte der Teufel und strich sich den Sterz erbsengrün an.” Ist das einfach? Und wenn ja, was macht dieses Einfache aus? Die Einfalt des Teufels, wenn wir ihn uns mit seinem grüngestrichenen Schwanz vorstellen? (more…)
Theoriewoche 8.-12. September 1977 HGKZ
Wir reden wie nichts vom Erzählen. Und sagen: Erzähl mir was. Oder wir sagen: Das erzählt mir was. Oder wir sagen: Ich kann dir nichts erzählen. Aber was ist erzählen? Wie geschieht es und was geschieht wie beim Erzählen. (more…)
Theoriewoche 16.- 20. Februar 1998 HGKZ
Was ist Wissen, was ist Erfahren und was bedeutet in diesem Zusammenhang, es einfach zu sagen? Sehen Sie, es geht ums Verstehen. Und um die Frage, was wir verstehen, wenn wir verstehen. Verstehen Sie? Und hat das mit Wissen zu tun und wenn, mit welchem? (more…)
Theoriewoche 4.1.- 8.1.1999 HGKZ
Was ist ein Raum und was ist ein Text und gibt es einen Unterschied? (more…)
Ausschreibung Theoriepool SS 1999, HGKZ
Tiere sind unsere älteren Brüder, schreibt Herder. Und wohl auch unsere älteren Schwestern. Was aber machen wir mit dieser Verwandtschaft, und was macht diese Verwandtschaft mit uns? Canetti sagt, daß die Formen des Denkens und die Formen der Tiere miteinander verbunden sind. Und umgekehrt. Was bedeutet, daß die Verwandtschaft von Tieren und Menschen als eine des Denkens wahrgenommen werden kann. (more…)
Ausschreibung Theoriepool Wintersemester 1999/2000 HGKZ
“You are what you is” hat einst Frank Zappa gesungen. Und ich und du und sie und ihn in einen Seins-Topf geworfen. Gertrude Stein sagt dazu: Ich bin ich, wenn mein kleiner Hund mich kennt. (more…)